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 Gedichte 6
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Gedichtsammlung Teil 6 mit 12 Gedichten :

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Kuckuck                       Josef Guggenmos

     

    Kuckuck, kuckuck! Der Kuckuck schreit.

    Und hat vor Schreien keine Zeit,

    daß er aus hundert Halmen flicht

    ein hübsches Nest. Das macht er nicht.

     

    Wie treibts der Kuckuck? Er ist schnell

    in aller Heimlichkeit zur Stell',

    schiebt in ein fremdes Nest sein Ei.

    Was draus wird, ihm ist's einerlei.

     

    Sein Ei, ein andrer brütet's aus,

    und wird ein Kuckuck doch daraus.

    Ein Kuckuck, welcher schreit und schreit

    kuckuck die ganze Frühlingszeit.

 

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Starenlied             James Krüss

     

    Die Stare kommen wieder

    von Süden übers Meer

    mit blitzendem Gefieder,

    und keiner weiß woher.

     

    Verbrachten sie den Winter

    wohl an der Adria?

    Oder weit, weit dahinter

    im heißen Afrika?

     

    Ich kann euch nicht verraten,

    wohin die Stare ziehn.

    Vielleicht in die Karpaten

    vielleicht nur bis Turin.

     

    Die Stare sind inzwischen

    zurückgekehrt nach Haus.

    In Bäumen und in Büschen,

    da schwatzen sie sich aus.

     

    Und wer von euch, ihr Kinder,

    das Starenlied versteht,

    der hört, wohin im Winter

    die Starenreise geht.

 

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    Die Stare sind da            Siegfried von Vegesack

     

    Noch bläst der Wind von Böhmen her,

    von Grönland und vom Weißen Meer,

    Die Wolken gehen tief und schwer

    voll Schnee-

    soso!

     

    Doch plötzlich sind die Stare da,

    die schwarzen, lachen laut: Haha,

    der Frühling kommt! Er ist ganz nah!

    Hehe! Hurra!

    Hoho!

     

    Die Stare sind bestimmt nicht dumm,

    sie sind vergnügt und voll Gesumm,

    sie wissen ganz genau , warum:

    Der Wind dreht um!

    Sei froh!

     

    Und kommt der Wind von Süden her,

    von Afrika, vom blauen Meer,

    dann ist das Leben nicht mehr schwer -

    es sein denn für den weißen Bär

    Im Zoo!

 

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Sieben kleine Meisen       Hermann Claudius

     

    Sieben kleine Meisen

    saßen auf dem Ast.

    Sieben kleine Meisen

    hielten kurze Rast.

    Sieben kleine Meisen

    gaben sich Bericht,

    sieben kleine Meisen.

    Ich verstand sie nicht.

    Sieben kleine Meisen

    flogen wieder fort

    in die blaue Weite.

    Und ich blieb am Ort.

    Liebe sieben Meisen

    kommt doch wieder her,

    liebe sieben Meisen

    und erzählt mir mehr!

 

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Zum Muttertag    Eva Rechlin

     

    Wir wären nie gewaschen

    und meistens nicht gekämmt,

    die Strümpfe hätten Löcher

    und schmutzig wär das Hemd,

    wir äßen Fisch mit Honig

    und Blumenkohl mit Zimt,

    wenn du nicht täglich sorgtest,

    daß alles klappt und stimmt.

    Wir hätten nasse Füße

    und Zähne schwarz wie Ruß

    und bis zu beiden Ohren

    die Haut voll Pflaumenmus.

    Wir könnten auch nicht schlafen,

    wenn du nicht noch mal kämst

    und uns, bevor wir träumen,

    in deine Arme nähmst.

    Und trotzdem! Sind wir alle

    auch manchmal eine Last:

    Was wärst du ohne Kinder?

    Sei froh, daß du uns hast.

 

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Meine Mutter              Rosemarie Neie

     

    Von allen Müttern auf der Welt

    ist keine, die mir so gefällt

    wie meine Mutter, wenn sie lacht,

    mich ansieht oder gar nichts macht.

    Auch wenn sie aus dem Fenster winkt

    und mit mir rodelt,mit mir singt

    und nachts in Ruhe bei mir sitzt,

    wenn's draußen wettert, donnert, blitzt,

    und wenn sie sich mit mir versöhnt,

    und wenn ich krank bin mich verwöhnt -

    ja, was sie überhaupt auch tut,

    ich mag sie immer, bin ihr gut.

     

    Und hin und wieder wundert's mich,

    daß wir uns fanden - sie und ich.

 

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    Muttertag                Gisela Schütz

     

    Essen kochen, Hosen flicken,

    Handschuh, Schal und Mütze stricken,

    berichtigen der Hausaufgaben,

    Ideen fürs Aufsatzschreiben haben,

    mit um die Diktate bangen,

    ausgeriss'ne Hamster fangen,

    Nasen putzen, welche tropfen,

    Stube kehren, Teppich klopfen,

    trotz Grippe nicht im Bett verweilen,

    Tränen trockenen ,Trost verteilen,

    schmusen, streicheln, zärtlich sein,

    Ärger, Unsinn, Streit verzeihn,

    schimpfen auch mal, das ist klar-

    Du machst alles wunderbar!

    Immerzu, tagaus, tagein,

    will ich dafür dankbar sein.

    Doch hast du einmal nachgedacht,

    wer zur Mutter dich gemacht,

    ohne mich, daß siehst du ein,

    könntest du nicht Mutter sein.

    Dann hättest du zwar wen'ger Plag,

    aber auch nicht Muttertag.

    Was hätt' der Tag dann für 'nen Sinn?

    Sei froh drum, daß dein Kind ich bin.

 

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Nimm Entenfedern, Löwenzahn

 

und einen Löffel Lebertran.

sprich Hunke-munke-mops dabei

und mische einen dicken Brei.

 

Schmier dir die Nasenspitze ein,

und stell dich in den Mondenschein.

Und schwebst du nun nicht in die Nacht,

dann hast du was verkehrt gemacht.

 

Max Kruse

 

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    Wer                Gina Ruck Pauquet

    Wer macht auf, wenn du schellst?

    Wer kocht Pudding, und

    wer bürstet für dich deinen Dackelhund?

    Wer leidet mit, wenn du fällst?

     

    Wer versteht, was du meinst?

    Wer weiß Rat für dich?

    Wer findet dein Zeugnis nicht fürchterlich?

    Wer tröstet dich, wenn du weinst?

     

    Wer hört zu, wenn du fragst?

    Wer hält dich für schön?

    Wer läßt dich Blumen ins Zwiebelbeet sä'n?

    Wer mag den Freund, den du magst?

     

    Wer erklärt dir die Welt?

    Wer lauscht, wenn du singst?

    Wer duldet, daß du Mäuse mitbringst?

    Wer träumt, du wirst ein Held?

 

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    Löwenzahnsonnen              Rosemarie Künzler -Behncke

     

    Löwenzahnsonnen-

    eine ganze Wiese voll.

    Das glüht und blüht

    wie toll.

    Es dauert nicht lange,

    das wachesen aus den Sonnen

    Köpfe im Silberhaar.

     

    Ich spitze die Lippen

    und blase Die Pracht

    in den Wind

    der ganz sacht

    die Silberhaar hebt,

    rundum verweht

    und neue Löwenzähne sät.

 

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Windvogel, Pattevogel      Karl Foltz

     

    Windvogel, Windvogel,

    Lattenvogel, flieg!

    Flieg, mein Vogel, flieg geschwinde,

    wiege fröhlich dich im Winde,

    steige hoch, steige hoch,

    droben hoch zum Himmel!

     

    Möcht so gerne mit dir fliegen,

    mich mit dir im Winde wiegen,

    droben hoch, droben hoch,

    droben hoch am Himmel!

     

    Muß ich auch hier unten bleiben,

    du sollst mir die Zeit vertreiben,

    droben hoch, droben hoch

    am Himmel!

 

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Der Drachen            Peter Hacks

     

    Der Drachen ist ein komisches Geflügel.

    Er schaukelt überm Feld und überm Hügel.

    Das Kind macht ihn aus Florpapier und Stäben.

    Im Pustewind kann er sich hoch erheben.

     

    Ein luftiger Schlawiner,

    fliegt er durch die Natur.

    Er flöge gern nach China,

    doch hängt er an der Schnur.

     

    Er dreht sich mit den anderen im Tanze

    Sie wedeln ungeheuer mit dem Schwanze.

    Sie sind des Herbstes hochwillkommne Boten.

    Am allerliebsten mag das Kind die roten.

     

    Der Himmel ist voll Tupfen,

    die du oft kaum noch siehst.

    Das Kind bekommt den Schnupfen

    und geht nach Haus und niest.

 

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